Nach der Vorlage des verstörenden Sci-Fi-Bestsellers The Road von Pulitzer-Preisträger Cormac McCarthy schrieb Joe Penhall das Drehbuch für den 2009 von Regisseur John Hillcoat inszenierten gleichnamigen Film. Die Welturaufführung von The Road fand im September 2009
bei den 69. Internationalen Filmfestspielen von Venedig statt. In die deutschen Kinos kam “The Road” am 7. Oktober 2010. Der Film steht in Düsternis und Intensität der meisterhaften Romanvorlage nicht nach.

Amerika in naher Zukunft. Ein offensichtlich schwerkranker Mann (Viggo Mortensen ) geht mit seinem kleinen Sohn (Kodi Smith-McPhee) durch ein verwüstetes Land. Zehn Jahre vorher hatte eine nicht näher erklärte Katastrophe die Apokalypse über die Welt gebracht. Es ist kalt, ständiger
Ascheregen verdunkelt die Sonne und macht die Erde zu einem lebensfeindlichen, nebligen Ort. Die Zivilisation wurde zerstört. Pflanzen und Tiere existieren nicht mehr. Nur die Menschen haben die Katastrophe als Spezies überstanden. Allerdings auf einem jämmerlichen Niveau. Die Zivilisation
wurde zerstört und die wenigen Überlebenden versuchen zunehmend hoffnungsloser, sich von den immer weniger werdenden Beständen von Nahrungsmittelkonserven zu ernähren. Oder aber sie sind bereits dermaßen verzweifelt und verroht, dass sie sich den herumziehenden Horden von Kannibalen anschließen.

Der Mann, dessen Namen man nicht erfährt, und sein Sohn sind in “The Road” auf dem Weg an die Küste von Mexiko. Die vage Hoffnung, im Süden Wärme und vielleicht die Möglichkeit, zu überleben, zu finden, treibt sie voran. “The Road” wird nicht als splatterreiches Actionspektakel
erzählt, sondern als die fast kammerspielartig dargestellte Entwicklung einer intensiven Vater-Sohn-Beziehung in einer Welt des bleiernen Chaos. Der Mann versucht in einem nahezu ausischtslos erscheinenden Bemühen, Menschlichkeit und Moral zu bewahren.

In Rückblenden und Traumsequenzen erzählt “The Road” wie die von Charlize Theron gespielte Ehefrau des Mannes an dem Grauen der Realität zerbrochen ist und schließlich den Freitod wählt. Selbstmord als Ausweg für seinen Sohn und sich spielt auch für den Mann eine zentrale Rolle. Sein
mit nur zwei Patronen geladener Revolver in “The Road” zum Symbol für eine letzte Perspektive selbstbestimmter Veränderung in einer untergehenden Welt. Angst und Bedrohung sind in “The Road” allgegenwärtig. Vater und Sohn erleben beklemmende Gewalt und Brutalität, aber auch Funken von Menschlichkeit. Als sie endlich die Küste erreichen, stirbt der Mann. Auf dem Sterbelager schwört der Mann seinen Sohn noch einmal auf humane Werte ein.

Der Sohn kann sich sich einer vierköpfigen Familie anschließen, zu der einer, wenn auch zaghaften, Hoffnung auch ein Hund gehört.

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