Bernd Eichinger, der vielleicht berühmteste Regisseur Deutschlands, verstarb völlig überraschend am 24. Januar 2011 an einem Herzinfarkt. Eichinger faszinierte durch die enorme Vielfalt an Filmgenres, die er als Regisseur umsetzte. Auch galt er als Aushängeschild des deutschen Films in Hollywood.

Dabei reichten die Genres von Dokumentationsdrama wie zum Beispiel im Film “Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo”, über leicht verdauliche Komödien “Der bewegte Mann” bis hin zu historisch-politischen Thrillern “Der Untergang” und “Der Baader-Meinhof-Komplex”. Zuletzt plante Eichinger einen Film über das schlimme Schicksal des Missbrauchsopfers Natascha Kampusch.

Eichinger schrieb insgesamt über 100 Drehbücher, die er auch gleich selber besetzte und filmisch umsetzte. Er wurde im Verlaufe seiner Karriere mit vielen Preisen ausgezeichnet. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass es ihm als einer der ganz weniger heimischen Regisseure gelang, über den deutschen Tellerrand hinaus in Hollywood zu einer populären und respektablen Person des Filmgeschäfts zu werden. Vor diesem Hintergrund wird erst verständlich, weshalb Eichinger sogar zwei Begräbnisfeiern erhielt, eine in Los Angeles und die andere in München. Beide Trauerfeiern erfolgten auch unter Anteilnahme einer breiteren Öffentlichkeit.

Der unerwartete Tod Eichingers ist jedoch auch das Ergebnis eines sehr anstrengenden Lebens. Eichinger war bekannt für seinen Perfektionismus am Drehset. Er galt geradezu als „filmsüchtig“. Zudem frönte er über viele Jahre einen sehr ungesunden Lebensstil gepaart aus Überarbeitung, Biertrinken und Zigarettenrauchen. Dieser Lebensstil dürfte seinen frühen Tod nicht unerheblich beschleunigt haben, wenngleich Eichinger in den letzten Jahren versuchte, vom Alkohol und vom Nikotin loszukommen und weniger zu arbeiten.

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