Skandal im schwedischen Königshaus die erste
Seit November vergangenen Jahres befindet sich das schwedische Königshaus in einer schwerer Image-Krise. Auslöser dieser Krise war die Veröffentlichung des Buches “Der widerwillige Monarch” des journalisten Thomas Sjöberg. In diesem Buch, welches eine nicht autorisierte Biographie über das Leben des schwedischen Königs enthält, werden einige Details aus dem Privatleben als Gustavs erzählt, die viele Schweden für skandalös hielten.
So soll der schwedische König ein notorischer Schürzenjäger sein, der in den 90-er Jahren keine Affäre ausgelassen habe, ferner soll er auch Drogen nicht abgeneigt gewesen sein und schließlich soll der dabei die Dienste der kriminellen Stockholmer Unterwelt für sich in Anspruch genommen haben.
Angesichts dieser Enthüllungsgeschichten stellt sich zunächst die Frage nach dem Wahrheitsgehalt dieser Veröffentlichungen. Carl Gustav hat sich bisher nur vage zu diesen Vorwürfen geäußert. Seine Hauptaussage besteht bisher darin, darauf hinzu weisen, dass alles doch schon so lange her sei und er sich nicht mehr so gut an das Gewesene erinnern könnte. Juristisch ist das Königshaus gegen die Enthüllungen des Stockholmer Journalisten Sjöberg nicht vorgegangen. Diese Tatsache sowie die sehr vagen Äußerungen des Königs sprechen dafür, dass die Enthüllungen keineswegs aus der Luft gegriffen sind. Hinzu kommt das merkwürdige Verhalten der ehemaligen Hauptgeliebten des Königs: Camilla Henemark. Diese erzählte sogar in einer deutschen ZDF-Talkshow, dass sie eine zweijährige Beziehung mit dem König hatte. Allerdings sei sie nie von ihm bezahlt worden, worauf sie sehr viel wert lege. Allerdings gibt sie nicht so genau zu erkennen, worin diese Beziehung eigentlich bestand. Sie zieht sich dabei am liebsten auf die Behauptung zurück, dass sie zusammen mit dem König nichts Illegales getan habe. Henemark feierte als Sängerin der schwedischen Popband Army of Lovers in den 90-er Jahren einige Erfolge, wenngleich die Band mehr durch ihr laszives Auftreten als durch ihr musikalisches Können auffiel.
Da die direkt beteiligten Personen sich nur sehr scheibchenweise zu den genannten Vorwürfen äußern, dürfte es schwierig sein, das genaue Ausmaß der Äffaren Carl Gustavs zu rekonstruieren. Der Journalist Sjöberg beteuerte in der gleichen ZDF-Talkshow wie Frau Hennemark, dass er alle relevanten Aussagen seines Buches über Carl Gustav mehrfach belegen könne. Er verstehe sich auch nicht als Boulevardjournalist, sondern als seriöser Berichterstatter des angesehenen Schwedischen Tageblatts. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund dürfte das Image des schwedischen Königs einen ernsthaften, das heißt dauerhaften Schaden erlitten haben.





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